Über die Kassenleistungen hinausgehende Therapiemöglichkeiten

 

1.       Professionelle Zahnreinigung

Dabei handelt es sich um eine äußerst gründliche Beseitigung aller Beläge oberhalb des Zahnfleisches durch den Zahnarzt; Dauer ca. 45 Minuten

 

2.       Prophylaxe

Ausgiebiges Training von Mundhygienetechniken und Überwachung des Putzerfolges in mehreren Sitzungen;

 

3.       Meridol – Sondentest

Aus der Tiefe der Zahnfleischtaschen werden Bakterienabstriche angefertigt und zur Analyse in ein bakteriologisches Labor geschickt. Aufgrund der Analyse kann festgestellt werden, ob besonders aggressive Bakterienstämme in den Tiefen der Taschen vorhanden sind. Gegen diese Bakterien kann mit einer speziellen Antibiotikakur vorgegangen werden. Diese Antibiotika können in Tablettenform über 4-6 Wochen eingenommen werden, oder es werden über 1-2 Wochen antibiotikagetränkte Fäden in die Taschen eingelegt, die allerdings täglich gewechselt werden müssen. Sinnvoll ist diese Methode vor allem dann, wenn Parodontitis ohne Plaque- und Konkrementbefall vorliegt und die konventionellen Behandlungsmethoden nicht anschlagen.

 

4.       Einoperieren einer Gore-Tex-Folie

Knochen, der sich durch die Parodontitis zurückgebildet hat, wird auch nach erfolgreicher Parodontitisbehandlung nicht wiedergebildet. Liegt dieser Knochenverlust lokalisiert an einem oder wenigen Zähnen vor, kann vom Oralchirurgen eine sog. Gore-Tex-Folie zwischen Zahn und Zahnfleisch einoperiert werden. An dieser Folie entlang kann der Knochen wieder nach oben Richtung Zahnkrone wachsen. Er wird zwar normalerweise die ursprüngliche Höhe nicht wieder erreichen, doch einige Millimeter können wiedergewonnen werden.